kfd in St.Johann Baptist Antweiler
75 Jahre kfd Antweiler- Wachendorf Jubelfest am 24. August 2008 - Ein Rückblick

"Preiset froh den König, lobt den Herrn der Welt..." Mit diesem Lied begann der Gesangverein "Liederkranz" die Festmesse zur Feier des 75-jährigen Jubiläums der kfd.
Ist das nicht ziemlich anstrengend: "Preiset froh den König..." Jeden Tag? Oder doch nur bei einem Fest? "
So wie die Woche den Sonntag braucht, so braucht der Alltag auch immer wieder ein Fest. Ein Fest gibt die besondere Gelegenheit Gott zu loben und zu preisen. Aber auch zurück zu schauen. Man kann aus dem alltäglichen Leben heraus treten und auf das Zurückliegende schauen.
Auch die Katholische Frauengemeinschaft braucht immer wieder ein Fest, einen besonderen Höhepunkt.
Jubiläum
Ein Jubiläum ist so ein solcher Höhepunkt. Es lässt die Frauengemeinschaft mitten im Alltag einmal darüber nachdenken, was sie eigentlich ist, wer dazu gehört, was wichtig und unwichtig ist. Ein Jubiläumsfest ist ein Höhepunkt im Gemeinschafts- leben und vermittelt Abstand zur "Alltags-kfd". Die Arbeit der kfd wird neu wahrgenommen und der gemeinsame Weg der hinter der kfd liegt, kann gewürdigt und mit in die Zukunft genommen werden. Das Jubiläumsfest, unter dem Motto: "Vom Mütterverein zum modernen katholischen Frauenverband"begann mit dem Festgottesdienst am 24. August 2008 in der Pfarrkirche St. Johann-Baptist in Antweiler. Die Kirche war festlich geschmückt und die Fahne der kfd flatterte draußen vor der Kirche.
Viele hatte dazu beigetragen, dass dieser Festgottesdienst, von der Frauen-gemeinschaft mitgestaltet, ein Fest der Freude und ein würdiger Beginn des Jubiläumsfestes wurde:
Der Chorgesang hat beeindruckt, sowohl das Lied zur "Schwarzen Madonna" als auch das Schlusslied "O Maria Gnadenvolle" das Maria galt, der Schutzpatronin der Frauengemeinschaft.
Die von den Frauen der kfd vorgetragenen Fürbitten und auch die zum Altar gebrachten Gaben brachten zum Ausdruck, wie die Frauen seit der Gründung ihrer Gemeinschaft Lebensmut und Orientierung aus der frohen Botschaft Christi geschöpft haben:
Die kfd-Kerze als Zeichen der Verbundenheit und gegen alle Einsamkeit; Der Blumenstrauß als Zeichen der vielfältigen Gaben jeder Einzelnen, die die kfd bunter macht im Verband, in der Kirche und in der Gemeinde; Das Brot als Zeichen der vielen ehrenamtlich geleisteten Arbeit; Der Wein als Zeichen der Freude.
In der Predigt gab Herr Pastor Albert Janssen einen Rückblick über die Entwicklung der Katholischen Frauengemeinschaft in Antweiler und Wachendorf. Er würdigte das Hineinwirken des Verbandes in das Leben der Pfarrgemeinde und verwies darauf, dass die Frauengemeinschaft auch einen Schlüssel erhalten hat, so wie Petrus den Schlüssel des Himmelreiches. Davon handelte das Evangelium vom Festsonntag.
Das Fest
Das Fest ging weiter! Mehr als 80 Gäste versammelten sich im Dorfgemeinschaftshaus, das festlich hergerichtet war. Zwei große Fahnen der kfd an der Kopfseite des Saales zeigten deutlich, wer hier ein besonderes Fest feiert.
Nachdem alle mit Getränken versorgt waren, begann der offizielle Teil des Festes mit zwei Liedern des Gesangvereins "Liederkranz" und der Begrüßung durch die Sprecherin des Leitungsteams Elfie Winter.
Elfie Winter dankte in ihrer Ansprache besonders den Frauen, die vor 75 Jahren in Antweiler und Wachendorf einen katholischen Mütterverein gegründet und in Köln beim Erzbischof gemeldet haben.
Ein Blick zurück
...vor 75 Jahre - das war das Jahr 1933! Eine Zeit, geprägt durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten unter Adolf Hitler, dem Ende der Weimarer Republik und dem Beginn des so genannten Dritten Reichs. "..und in dieser schwierigen Zeit finden sich hier in Antweiler und in Wachendorf Frauen und Mütter zusammen und gründen einen katholischen Mütterverein. In diesem Mütterverein konnten Frauen, Mütter und Großmütter Mut und Unterstützung finden für die schwierige Arbeit in den Familien, in der Kirche und in der Gemeinde". Frau Christel Springer gab anschließend einen Überblick über die Aktivitäten der kfd in Antweiler und Wachendorf. In der umfangreichen Festschrift zum Jubiläum kann all das und noch vielmehr nachgelesen werden.
Gratulationen
Dann folgten Gratulationen und Grußworte der Gäste: Dr. Hans-Peter Schick, Bürgermeister der Stadt Mechernich, Herrmann-Josef Krest Ortsvorsteher in Antweiler, Josef Lanzerath, Vorsitzender des Ortskartells Antweiler, Rita Kessel, Sprecherin des Leitungsteams der kfd im Kreisdekanat Euskirchen, Heribert Winter, Vorsitzender des Katholikenrates im Kreisdekanat Euskirchen. Herr Pastor Janssen hatte bereits in der Hl. Messe viel Gutes über die Arbeit der kfd in Antweiler und Wachendorf gesagt und wollte und konnte sich daher zu Beginn des Festaktes noch weiter um den Mittagsbraten kümmern. In den kommenden Jahren werden wir Pastor Albert Janssen sehr vermissen!
Frau Astrid Dazert, Stellvertretende Diözesanvorsitzende, hielt die Festrede zum Thema "Vom Mütterverein zum modernen katholischen Frauenverband":
Geschichte der kfd
An vier Meilensteinen machte Astrid Dazert die Geschichte des katholischen Frauenverbandes fest. 1938 wurde, wie alle katholische Verbände, auch der Frauen- und Mütterverein von den Nationalsozialisten verboten. Die Nazi-Diktatur machte die während der Weimarer Republik erworbenen Fortschritte für die Frauen wieder zunichte. Die Ehefrau blieb in allen familiären und gesellschaftlichen Bereichen vom Ehemann abhängig. Er verwaltete ihr Einkommen und Vermögen, sie war nicht geschäftsfähig und ohne seine Erlaubnis konnte sie auch nicht erwerbstätig sein. Nach 1945 hat sich eine neue Gesellschaft formiert, in der die Gleichberechtigung von Frau und Mann im Grundgesetz verankert wurde. Die katholischen Müttervereine lebten wieder auf und gaben sich 1968 den neuen Namen "kfd" (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands). Der neue Name sagt viel aus über das neue Selbstverständnis der katholischen Frauen und über die wachsende Vielfalt ihrer Lebensformen und beruflichen Ausrichtungen mit hervorragenden Ausbildungen. Der Wandel ist bis heute in vollem Gang.
Ehrungen
Natürlich gab es auch Geschenke von allen Gratulanten! Vielen Dank!
Die kfd - Mitglieder, die seit 20 Jahre aktiv im Vorstand, im Leitungsteam oder als Helferin in der Frauengemeinschaft mitgearbeitet haben, wurden mit einer Urkunde des Diözesanverbandes und mit einer Plakette des Hl. Johannes des Täufers (Pfarrpatron von Antweiler-Wachendorf) geehrt:
Dorothee Ganz, Irmgard Krest, Inge Siewert, Elfie Winter, Marianne Wolfgarten und
Cilli Zervas. (Foto: G.Wiedenau, Ch. Strunk, M.Peiner, D. Ganz, I. Krest, M. Wolfgarten, I. Siewert, C. Zwevas, Ch. Springer, R. Kessel, E. Winter, A. Dazert)
Für langjährige Mitarbeit im Vorstand und im Leitungsteam wurden ausgezeichnet: Marianne Peiner, Christa Strunk und Gertrud Wiedenau.
Besonders konnte Christel Springer geehrt werden für ihre 20 jährige erfolgreiche Arbeit als Vorsitzende und als Mitglied des Leitungsteams der kfd in Antweiler-Wachendorf. Die stellvertretende Diözesanvorsitzende Astrid Dazert würdigte die Arbeit von Christel Springer seit 1988 bis heute und überreichte ihr die Dankurkunde des Bundes- und des Diözesanverbandes.
(Foto: Christel Springer & Astrid Dazert)
Und was wäre ein Fest ohne Bewirtung? Ein Festessen macht ein Fest erst rundum schön. Pastor Janssen machte sein Versprechen an die kfd wahr: "Um die (acht) Braten kümmere ich mich, das seit ihr mir wert! Ihr könnt ja noch für Salate und Nachtisch sorgen". Und so war es dann auch.
Ein Dankeschön
Es war ein gelungenes Fest, es waren Momente der Freude und des Stolzes auf die geleistete Arbeit. Und am Nachmittag noch ein fröhlicher Abschluss! Dazu haben besonders die Kindertanzgruppen "Flotte Gören", "Tanzsternchen" und "Cherries", aber auch der Kaffee und Kuchen der kfd Frauen beigetragen.
Bleibt jetzt nur noch all denen herzlich zu danken, die zum Gelingen des Festtages beigetragen haben!
Elfie Winter